Alternativer Bildtext

Die fünf Stipendiaten des 81er Jahrganges: Wagner, Heindrichs, Rosenberg, Röcker und Hauffe.

Stipendiaten der Stadt für das Jahr 1981 - das sind drei Fotografen und zwei junge Vertreter aus dem Bereich der grafischen und plastischen Kunst. Film, Theater, Musik oder andere kreative Gruppen wurden nicht berücksichtigt, wurden vielleicht auch nicht für ein städtisches Stipendium vorgeschlagen: gibt es sie etwa nicht in Gelsenkirchen? Nun, die Stipendiaten '82 haben in ihren Reihen auch engagierte Theaterlaien (GAT). Es kommt immer darauf an, wen die „vorschlagsberechtigten Personen" zur Nennung bringen: ein Verfahren, bei dem Glück und Zufall programmiert sind.

Wie dem auch sei: die 81er Auslese setzt sich aus den Fotografen Jürgen Röcker, 23, Johannes Rosenberg, 24, und Gordian Heindrichs, 22, sowie aus dem Holzschneider und Plastiker Hans Achim Wagner, 30, und der Collage-Künstlerin Annegret Hauffe, 29, zusammen. Keine schlechte Wahl, zugegeben. Jeder kennt sich aus in seinem künstlerischen Metier, bringt durchaus eigene Töne in die Palette ein - Unterschiede in der Stufe des bisher Erreichten registriere ich natürlich auch. Schließlich geht es um Förderung von Talenten, nicht um den repräsentativen Kunstpreis für ein mehr oder minder abgeschlossenes Werk.

Am weitesten ist zweifellos Annegret Hauffe, Kunsterzieherin in Berlin, gebürtige Gelsenkirchenerin. Ihre Collagen, die man schon von einer Ausstellung im Hans-Sachs-Haus kennt, atmen großzügige und fantasievolle Gestaltung: Chiffren für eine gefühlsbetonte Umsetzung von Zeitstimmung.

Röckers Menschen- und Stadt-Fotos (meist vom Schwarz-Weiß-Kontrast lebend), Rosenbergs Landschaften (durch die „Optik" eines Wärmflaschen-Bauches gesehen) und Heindrichs Porträts junger, betont lässiger, aber vielleicht doch verunsicherter Frauen verweisen darauf, dass die Fotografie als künstlerisches Medium „in" ist.

Bleibt noch in dieser Ausstellung im Zimmer von OB Kuhlmann der in verschiedenen Sätteln „reitende" Wagner: Sein sozialkritisches und politisches Engagement erinnert in ihrer Schlagkraft an die Gewerkschafts- und Arbeiterkunst von einst.

Zwei dieser Riege bekamen je 1500 DM, drei nur je 1000 DM: die zuständige Kommission schuf also Stipendiaten erster und zweiter Klasse. Ob das sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln. Anders wäre es, wenn ein Stipendium an die Adresse einer (Theater-)Gruppe ginge - dann kann man die insgesamt 6000 DM entsprechend anders gewichten. Aber bei „Einzelkämpfern" unterschiedliche Wertungen schaffen? (Bis Mitte Dezember)

Quelle: WAZ Gelsenkirchen 17. November 1982
H. J. Loskill
Bild: A. Kampert

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